SWR2 HÖRSPIEL-STUDIO

Die Verwirrungen des Zöglings Törless (3/3)

Die Verwirrungen des Zöglings Törless (3/3) V.li.n.re.: Iris Drögekamp (Regie), Bozena (Ursula Strauss), Reiting (Stefano Bernardin).
Donnerstag, 22:03 Uhr auf SWR2
(Bild: SWR/Lukas Beck)
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Tagestipp

Hörspiel: Die Geschichte meines Lebens. Die Tagebücher Ferdinand Benekes

Shop at radio-today.de 1774 war das Geburtsjahr des Bremer Kaufmannssohns Ferdinand Beneke. In Hamburg ließ er sich als Jurist nieder, angezogenen von dem gesellschaftlichen Klima der freien hanseatischen Stadtrepublik. Hier wurde er "ein nützlicher Bürger unter Hamburgs Volk", gründete eine Familie, bekleidete zahlreiche Ehrenämter und wichtige Funktionen in Politik und Gesellschaft. Er war ein Mann von Bildung, Manieren und Grundsätzen. Und er wurde Chronist seiner Zeit: Von 1792 bis in sein Todesjahr 1848 schrieb er auf, was er erlebte, dachte und fühlte - und das Tag für Tag. Hinterlassen hat Beneke eine unermessliche Fundgrube von insgesamt 5000 handschriftlichen Aufzeichnungen und weitere 7000 Seiten Akten, Briefe, Reiseberichte, Rechnungen, Zeichnungen. Er dokumentierte nicht nur die bedeutenden historischen Veränderungen, die Europa seinerzeit gesellschaftlich grundsätzlich umstrukturierten (Französische Revolution, Wiener Kongress etc.); seine gewissenhaften Selbstbeobachtungen und Gedanken spiegeln ebenso detailfreudig wie originell die privaten Lebensverhältnisse des erstarkenden Bürgertums vom Ende des 18. bis Mitte des 19. Jahrhunderts. In diesem 2. Teil hören wir von Benekes ersten beruflichen Gehversuchen im Staatdienst und seiner Zeit in Göttingen. Er möchte promovieren, seine wirtschaftlichen Verhältnisse sind aber alles andere als rosig - familiär wie privat. Seine Eltern müssen ihr Handelshaus veräußern und Konkurs anmelden. Und so ist Beneke auf Gönner angewiesen, die ihn finanziell unterstützen. Seine Bittbriefe bleiben über Monate unbeantwortet, seine Zukunft mehr als ungewiss. Die ersten vier der auf 20 Bände angelegten Lebensgeschichte Ferdinand Benekes wurden 2013 im Wallstein-Verlag ediert. 2. Teil: Die Jahre 1794 bis Anfang 1796 Bearbeitung: Charlotte Drews-Bernstein Regie: Charlotte Drews-Bernstein Mitwirkende: Mattias Brandt, Hildegard Schmahl, Imogen Kogge, Stephan Schad Produktion: RB 2016 Länge: 54`24
Heute 21:00 Uhr auf Bremen Zwei


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Konzerttipp des Tages

On stage

Shop at radio-today.de Poetischer Virtuose des Hardbop: Tom Harrell (Ausstrahlung in Dolby Digital-5.1-Surround Sound) Stupende Technik, ein tendenziell lyrischer, seidiger Ton und organische fließende Melodik zeichnen das Spiel des US-amerikanischen Trompeters und Flügelhornisten Tom Harrell aus. Sozialisiert in den Orchestern von Stan Kenton und Woody Herman, bekannt geworden in den Bands von Horace Silver und Phil Woods, steht der inzwischen 73-Jährige für ebenso kraftvolle wie poetische Musik im Geiste des Hardbop der 1950er-Jahre. Was Harrell am 28. September 2019 beim Jazzfestival Leibnitz umso eindrucksvoller zelebrieren konnte, als ihm mit Tenorsaxofonist Mark Turner, Gitarrist Charles Altura, Bassist Ugonna Okegwo und Drummer Johnathan Blake exquisite Kollegen zur Seite standen, um ein ausschließlich aus Harrell-Kompositionen bestehendes Programm zu realisieren. Gestaltung: Marlene Schnedl
Heute 19:30 Uhr auf Ö1


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Hörspieltipp des Tages

Am Sexophon: Esmeralda

Shop at radio-today.de Von Günter Kunert Gewiss, seine guten Jahre liegen hinter ihm. Statt Marketingstrategien zu entwickeln und Werbeslogans zu ersinnen, darf sich Friedrich Thomas mal gerade noch im Archiv der Firma, im Kellergeschoss, sein Gnadenbrot verdienen. Deshalb freut er sich natürlich, als ihm Herr Dr. Dallwitz ein wichtiges Telefonat anvertraut, und wundert sich auch ein bisschen über die - ein wenig seltsame - Nummer, die er in die Hand gedrückt bekommt. Als sich allerdings anstelle der Sekretärin von Direktor Müller-Zumsee eine Dame namens Esmeralda meldet, ihm wiederholt versichert, "schon ganz heiß" zu sein und hartnäckig darauf besteht, ihm jeden Wunsch zu erfüllen, wundert er sich doch. Und nicht schlecht! Denn was er da zu hören kriegt, bringt selbst seine sonst arg zusammengedrückte Phantasie zum Erblühen. Ja, je länger sie sich in derart unerlaubte (leider nachweislich wenig kostengünstige) Privatgespräche verstricken lässt, je mehr wirkt die ganze staubgraue Altlast von nachgerade jugendlichem Leichtsinn erfüllt ... Soll ihn dieser Herr Dr. Dallwitz doch auf die Straße setzen! Sein Aufnahmegerät, das er, gebranntes Kind, das er ist, bei jedem Gespräch mitlaufen lässt, liefert er ihm deswegen noch lange nicht aus. Auch wenn es diesmal, versehentlich, ein Gespräch des Herrn Dr. Dallwitz mitgeschnitten hat. Ein - Privatgespräch. Günter Kunert, geboren 1929 in Berlin, veröffentlichte neben zahlreichen Gedicht-, Prosa- und Essaybänden sowie der Autobiographie "Erwachsenenspiele" seit den 1970er-Jahren ein reichliches Dutzend Hörspiele. Kunert starb am 21. September 2019 in Kaisborstel. Regie: Walter Niklaus Produktion: MDR 2001 Sprecher: Gerd Baltus - Friedrich Thomas Gert Haucke - Dr. Dallwitz Angelica Domröse - Esmeralda Gudrun Ritter - Sibowski, Sekretärin Conny Wolter - Frauenstimme (46 Min.)
Heute 22:00 Uhr auf MDR KULTUR


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Featuretipp des Tages

radioWissen

Shop at radio-today.de Ungewollt schwanger um 1700 Katharina Hochstrasser Kulturgeschichte des Findelkinds Ausgesetzt und aufgezogen Das Kalenderblatt 9.12.2005 Letzte reguläre Fahrt der Doppeldeckerbusse in London Von Julia Devlin Ungewollt schwanger um 1700 - Katharina Hochstrasser Autor: Thomas Grasberger / Regie: Martin Trauner Das Verbrechen der Katharina Hochstrasser lässt sich in fünf Buchstaben beschreiben: Liebe. Die junge Bauerstochter aus dem niederbayerischen Prünst bei Neukirchen hatte um 1730 ein Verhältnis mit einem Wirtssohn aus der Nachbargemeinde. Sie wurde schwanger, und weil die beiden nicht verheiratet waren, landeten sie vor Gericht. Die Anklage lautete auf "Leichtfertigkeit", also auf vorehelichen Geschlechtsverkehr. Im 18. Jahrhundert war das eine Straftat. Katharina wurde zu einer hohen Geldstrafe verurteilt und musste obendrein acht Tage lang eine sogenannte Schandgeige tragen. Das war damals kein Ausnahmefall. Kulturgeschichte des Findelkinds - Ausgesetzt und aufgezogen Autorin: Imogen Rhia Herrad / Regie: Susi Weichselbaumer Findelkinder gibt es heute fast nur noch in Legenden und Märchen: Romulus und Remus, Hänsel und Gretel. Doch vor der Entwicklung zuverlässiger Verhütung und Abtreibung, und in Zeiten, in denen oft Armut und Hunger herrschten, war das Aussetzen von Kindern keine seltene Praxis. In der Antike wurden solche Findlinge meist als Sklaven aufgezogen; später nahm die Kirche sich ihrer an. Im 18. Jahrhundert entstanden in allen größeren Städten Europas städtische Heime, wo die Findlinge eine Grundschulbildung erhalten sollten - "im Christenthum, im Catechismo und im Lesen, Schreiben und Rechnen". Vor allem aber sollten sie die Fähigkeit erlernen, sich als "nützliche" und produktive Bürger in eine zunehmend institutionalisierte und geordnete Gesellschaft zu integrieren. Moderation: Thies Marsen Redaktion: Thomas Morawetz
Heute 09:05 Uhr auf Bayern 2


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Jetzt im Radio Heute 20:00
Antenne Bayern: Die Stefan Meixner Show BB RADIO: Der Kaiser am Nachmittag thejazzofwiesbaden: Wiesbaden In The Afternoon BR-Klassik: Leporello Radio Paloma: Deutschland am Nachmittag WDR4: WDR 4 Mein Nachmittag Deutschlandfunk Kultur: Studio 9 Deutschlandfunk: Wirtschaft und Gesellschaft WDR2: WDR 2 Der Nachmittag Antenne Düsseldorf: Am Nachmittag MDR KLASSIK: MDR KLASSIK bigFM: MUSICWORKOUT AUS SAARBRÜCKEN Bayern 2: radioWelt Radio Salü: Klaus Dittrich am Nachmittag

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Nachrichten vom 09.12.2019, 16:30 Uhr

Autor: Deutschlandfunk-Nachrichtenredaktion Sendung: Nachrichten
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Furor

Bild: EyeEm / Erik Witsoe Der Bürgermeister-Kandidat Heiko Braubach fährt im Bahnhofsviertel einen jungen Mann an, der ihm unter Drogeneinfluss vor das Auto springt. Schuld trifft ihn nicht. Und dennoch besucht er die alleinstehende Mutter des Jungen, der für den Rest seines Lebens an den Rollstuhl gefesselt sein wird. Er will ihr Hilfe anbieten für ihren Sohn Enno - vielleicht aus Gutherzigkeit, vielleicht auch, weil er negative Schlagzeilen fürchtet. Doch plötzlich taucht Jerome auf, Ennos Cousin. Für ihn ist klar: Braubach will nur sein Image retten. Und so wittert der Underdog seine Chance und erpresst Braubach nach allen Regeln der Kunst.
(Bild: EyeEm / Erik Witsoe)
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